Kaum etwas könnte die momentane Situation auf der Welt besser treffen als die Frage "Worauf bauen wir?"

 

Zwischen den beiden Polen Fragen und Glauben bewegt sich in diesem Jahr der Weltgebetstag (WGT). Frauen aus Vanuatu haben den ökumenischen Gottesdienst vorbereitet. Grundlage des Themas ist die Bibelstelle aus dem Matthäus-Evangelium, Kapitel 7,24-27: Nur ein Haus auf festem Grund wird den Stürmen wiederstehen können. Vanuatu ist ein Inselstaat im Südpazifik. Nach leidvollen Erfahrungen mit Sklaverei und Kolonialis­mus gilt es heute als eines der letzten Paradiese; die Menschen tragen immer ein Lächeln auf den Lippen. Sie leben weitgehend im Einklang mit der Natur. Fragt man allerdings die Frauen nach ihren Erfahrungen, so bekommt dieses Bild Risse. Die Gesellschaft ist noch stark patriarchalisch geprägt, und viele Frauen werden Opfer von Gewalt. Emanzipation und Teilhabe von Frauen an Politik und gesellschaftlichen Prozessen machen nur langsam Fortschritte. Um diese zu fördern, wird auch ein Teil der WGT-Kollekte eingesetzt.

 

Vanuatu liegt auf dem pazifischen Feuer­ring; einige aktive Vulkane brachen immer wieder aus. Außerdem nehmen tropische Wirbelstürme an Häufigkeit und Heftigkeit zu, eine Folge des Klimawandels. Dazu bedroht der steigende Meeresspiegel die Inseln; die Erwärmung des Meeres zerstört die schützenden Korallenriffe. Wer wüsste also besser als die Frauen in Vanuatu, dass nur ein Haus Bestand haben kann, das nicht auf Sand, sondern auf festem Grund gebaut ist. Das Fundament unseres Lebens soll die Botschaft Jesu sein. Das Vertauen auf Gott und seine Fürsorge drücken die Frauen in diesem Gottesdienst aus.

 

Am Freitag, 05.03.2021 werden Menschen in allen Teilen der Erde öku­menische Gottesdienste zum Weltgebetstag feiern und sich mit den Menschen in Vanuatu verbinden. Dazu sind alle Frauen, Männer und Kinder sehr herzlich eingeladen!

 

Wie die Situation in Heilbronn bis dahin aussieht – ob es möglich sein wird, einen live-Gottesdienst zu feiern oder nicht,  bleibt abzuwarten. Verschiedene Möglichkeiten sind in Planung. Über die Zeitung werden die Mitarbeiterinnen versuchen, zeitnah zu informieren. Es wird auf jeden Fall einen Fernseh­gottesdienst geben (05.03., 19.00 Uhr, Bibel-TV). Eines ist sicher: Der WGT fällt niemals aus! Und ganz gleich, wie die konkrete Gestaltung aussehen mag, die weltweite Verbundenheit in Gebet und Handeln bleibt das tragende Fundament, auf dem wir bauen können.

 

Brigitte Koring

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